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Die Nutzpflanze Hanf und ihre Geschichte

Der Nutzhanf (Cannabis sativa) wurde ehemals wie der Hopfen zu der Familie der Maulbeergewächse (Moraceae) gezählt, später in die Familie der Brennesselgewächse (Urticaceae) eingereiht, heutzutage aber in der Familie der Hanfgewächse (Cannabinaceae) geführt, zu der nur eine Gattung, der Hanf, mit seinen Arten (Cannabis ssp.) gehört.

 Die Cannabispflanze ist eine der ältesten und vielseitigsten Kulturpflanzen. Sie stammt ursprünglich aus Zentralasien, und ihre Kultivierung lässt sich in China bis in das 28. Jh. vor Christus zurückverfolgen. Die Nutzung dieser Pflanze reichte schon damals von der Papierherstellung  über die Fertigung von Seilen und Kleidung aus den Fasern bis hin zur Nutzung der Samen zu Nahrungszwecken. Darüber hinaus fand Hanf seit jeher Anwendung im rituellen und medizinischen Bereich. Noch vor unserer Zeitrechnung gelangte diese vielseitig nutzbare Pflanze nach Europa. 

 

Hanfbestand und Sonnenblumen

17. Jh.        Blütezeit des europäischen   Hanfanbaus zur Hochzeit der Segelschiffahrt (Verwendung z.B. für Segel, Taue, Uniformen und Flaggen)

19. Jh.        Niedergang der Hanfkultur durch industrielle Entwicklungen (Mechanisierung der Baumwollspinnerei), Importe preisgünstiger Faserpflanzen, zunehmende Diskriminierung als Drogenpflanze

1933/45       Kurze Wiederkehr der Nutzpflanze Hanf (20.000 ha Anbaufläche in Deutschland)

60er/70er Jahre    Der Hanf wird in Form der Hippiedrogen Haschisch und Marihuana bekannt

1970              Innerhalb der EU nur noch Anbau THC-armer Sorten erlaubt, in vielen Ländern gänzliches Anbauverbot

1982              Anbauverbot von Hanf auch in der Bundesrepublik Deutschland

80erJahre    Agrarkrise, Überschussproduktion an Nahrungsmitteln in der EU; Suche nach Alternativen (Nachwachsende Rohstoffe)

1996        Nutzhanfanbau in Deutschland wieder freigegeben

 

Verein zur Förderung des Anbaus und der Verwertung von Hanf e.V.  | info@hanfanbau.de