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Neues vom Hanf Stand 01.03.2007

Gleichzeitig mit der verstärkten Diskussion über den Klimawandel wird immer offensichtlicher, dass Holz schon in naher Zukunft zu einem knappen Rohstoff wird. Insbesondere die holzverarbeitende Industrie wird davon betroffen sein, allen voran die Spanplattenhersteller. Bisher wurde Holz von den Spanplattenwerken für ca 30 - 35 € pro Festmeter aufgekauft; dieser Preis wird nunmehr wegen der starken Nachfrage nach Brennholz, für welches jetzt deutlich mehr gezahlt wird, nicht mehr zu halten sein. Hanfschäben könnten das Holz ersetzen.

Durch die bevorstehende Änderung der EU - Norm für Verpackungseinheiten, welche das Gewicht pro Einheit auf 25 kg beschränken soll, wird die Nachfrage nach Leichtbauplatten steigen. Auf der gerade beendeten Messe für Möbelzulieferer in Bad Salzuflen (ZOW) konten man diesen Trend schon deutlich spüren.

Nunmehr interessieren sich auch große Spanplattenhersteller   vermehrt für den Einsatz von Hanfschäben in ihren Produkten. Die Herstellung solcher "Hanfspanplatten" ist ohne größere Probleme möglich. Es werden allerdings so große Mengen Hanfschäben benötigt, dass dieser Bedarf mit herkömmlichen Hanfaufschlußanlagen nicht gedeckt werden kann, ganz zu schweigen von der erforderlichen Anbaufläche. Sollten die Holzspäne komplett durch Hanfschäben ersetzt werden, so müßten für eine Produktionsanlage mit einem Ausstoß von etwa 500.000 m³ Spanplatten pro Jahr 60.000 ha Hanf angebaut werden. Denkbar wäre aber auch ein teilweiser Austausch des Holzes durch Hanfschäben.

Der große Vorteil von Hanfschäben gegenüber Holz liegt zum einen in ihrer jährlichen Verfügbarkeit (vier Monate Wachstumsdauer) zum anderen auch in ihrem deutlich geringeren Feuchtigkeitsgehalt bei ihrer Anlieferung. So werden Hanfschäben mit maximal 16 % Feuchtigkeitsgehalt angeliefert, Holz mit einem Gehalt von ca. 30 - 40 %. Holzspäne und Hanfschäben müssen für die Verarbeitung auf 2 % Feuchtigkeitsgehalt heruntergetrocknet werden. Ein deutlicher Energievorteil für die Hanfschäben.

wird fortgesetzt 

 

Hanfanbauflächen in der BRD in ha

 

 1999   

 2000  

 2001   2002     2003   2004   2005   2006 
 BRD

 4066

 2967

 1993

 2026

 2703

 1729

 2157

 1355

 NRW

 202

 118

 153

 

 75

 200

 261

 55

 Niedersachsen

 713

 453

 489

 

 1581

 384

 282

 206

 Rheinl.-Pfalz

 377

 199

 12

 

 3

 1

 4

 0

 Baden-Württ.

 542

 730

 465

 

 376

 437

 364

 291

 Bayern 

 198

 63

 38

 

 51

 67

 73

 74

 Brandenburg

 742

 617

 280

 

 289

412

 300

 163

 Sachsen-Anh.

 1112

 617

 454

 

 71

 2

 64

 121

 Sachsen        

 26

 39

 303

 23

 Thüringen        

 213

 187

 464

 401

Quelle: Nova - Institut; Deutscher Naturfaserverband; BLE

 

Schwaden des Hanfstrohs
Hanf pressen
Verein zur Förderung des Anbaus und der Verwertung von Hanf e.V.  | info@hanfanbau.de